SLOTTRONIC ist das Digitalsystem für den ambitionierten Hobby- und Profibereich. Mit 15 Ampere und einer frei wählbaren Spannung von 10 bis 20 Volt lassen sich bis zu acht Slotcars in 1:32 und 1:24 adäquat versorgen. Es ist das einzige System, dass mehrere Digitalmodi beherrscht und über eine Antikollision verfügt.
Das Slottronic Startpaket für die 300
Mit diesem Paket wird aus der analogen 300 eine digitale Holzrennbahn für acht Fahrer. Das Paket enthält: Die Base1, die Steuereinheit der Anlage (1), CD-Rom mit Treiber und der von der Bepfe her bekannten Zeitmess-Software „Rennbahnmanager” (2), Zweipoliges Kabel zur Verbindung von Netzteil mit Base1 (3), Zweipoliges Kabel zur Verbindung von Base1 mit der Bahn (4), Koaxialkabel zum Anschluss der Zeitmesssonsoren der Bahn mit der Base1 (5), USB-Kabel zum Anschluss der Base1 an einen PC (6), Zwei 25pologe Kabel zur Verbindung der Anschlussboxen mit der Base1 (7), Zwei Anschlussboxen für je vier Fahrer durchnummeriert mit jeweils vier Eingängen (8), Externe Chaostaste als Fußtaster für einen Rennleiter (9), Zehn Chips zum Einbau in die Fahrzeuge (10), Zehn Steckersets zum einfachen Ein- und Ausbau der Autochips (11), Rack zum Befestigen der Base1 an der Bahn (12), Ein halbes Modul 301h (13), Weichenmodul 301z mit vier einstellbaren Weichen und Zeitmesssensoren, Strom- und Zeitmessanschluss beiderseits (14). Der Preis für die Einzelkomponenten liegt über 3.000 €. Als Startpaket kosten sie komplett 2.990 € inkl. ges. MwSt.
In 13 Abschnitten folgt hier eine Beschreibung des Systems mit seinen Teilen und Möglichkeiten:
1. Die intelligente Weiche
Bisher sind Weichen im digitalen Slotracing recht dumme Dinger. Im Regelfall bestehen sie aus einer einfachen Mechanik und einen Sensor, der den Spurwechselbefehl eines Fahrers empfängt. Dagegen ist die SLOTTRONIC SWITCH1 hochintelligent. Das beginnt damit, dass man sie auf zwei Ebenen einstellen kann. Erstens lässt sie sich mittels Jumper auf bestimmte Plätze innerhalb der Bahn zuweisen (z.B. macht es einen Unterschied, ob ein Auto an der Einsatzstelle auf die Ideallinie zurück oder zum Überholen von ihr weg soll). Zweitens kann man ihr mittels Taster verschiedene Betriebsmodi zuweisen. Die SWITCH1 beherrscht bis zu sechs verschiedene Rennmodi. Anders gesagt: Sie kann ihr Verhalten ändern! Damit sie das kann, ist sie mit reichlich Rechenpower ausgerüstet. Jede SWITCH1 hat einen eigenen Mikroprozessor, der entsprechend des gewählten Betriebsmodus die eigehenden Sensorsignale zu Schaltungsbefehlen verarbeitet. Dabei wertet die SWITCH1 sechs Sensoren aus, um die Situation in ihrer Umgebung genau erfassen zu können.
Die SWITCH1 in verschiedenen Bahnsystemen
Wir haben die SWITCH1 für den Einsatz in drei Bahnsystemen geplant. Je nach Bahnsystem wird die intelligente Weiche unterschiedliches können. Die meisten Funktionen wird sie in unserem System 300 mitbringen. Da wir bei den drei Spuren der 300 die mittlere als Ideallinie definieren, werden auf ihr automatische und manuelle Weichenschaltungen möglich (dazu demnächst mehr). In mehr als drei Spuren, beispielsweise der 400, macht die automatische Weichenschaltung voraussichtlich keinen Sinn, während es sich bei zwei Spuren mit Ideallinie empfiehlt, nur das automatische Schalten einzusetzen.
Technische Finessen
Die SWITCH1 ist mit einer extrem robusten und für den dauerhaften Einsatz ausgelegten Mechanik ausgerüstet. Die Weichenzunge wird aus 4mm dickem Edelstahl gefertigt und doppelt kugelgelagert montiert. Edelstahl benutzen wir hier wegen der Stabilität, aber auch wegen seiner Leitfähigkeit. Sowohl auf der aktiven Weichenzunge am Beginn, wie auch auf der passiven Weichenzunge am Ende des Spurwechsels wird das Fahrzeug mit Strom versorgt. Und zwar unabhängig davon, ob es geradeaus oder auf den Spurwechsel fährt. Auf beiden Weichenzungen wird die Polarität automatisch und unabhängig voneinander umgeschaltet. Auch bei eng hintereinander fahrenden Fahrzeugen wird schnell genug geschaltet, um sicher zu stellen, dass jeder die Weichensituation mit Vollgas passieren kann.
2. Das Antikollisions-System
Enie Neuerung des SLOTTRONIC-Systems ist das Antikollisions-System. Es verhindert seitliche Kollisionen in den Spurwechselzonen. Zu jeder Weiche in einem 300d-Modul gehört ein „Antikollisions-Sensor“. Dieser befindet sich auf der Spur, die Ziel des Spurwechsels ist. In der Skizze ist dieser Sensor rot markiert.
Wenn sich, so wie in der oberen Zeichnung, kein Fahrzeug auf dem „Antikollisions-Sensor“ befindet, wird die Funktion der Weiche nicht beeinflusst. Ein Spurwechsel kann dann ausgelöst werden.
Sobald jedoch, wie in der unteren Skizze, ein Fahrzeug den „Antikollisions-Sensor“ erreicht, wird der Spurwechsel verhindert.
Fahrzeuge, die parallel in eine Weichensituation einfahren, können also nicht kollidieren.
Ist ein Spurwechsel bereits ausgelöst, also die Weichenzunge schon in Richtung des Spurwechsels geschaltet, und ein weiteres Fahrzeug erreicht den „Antikollisions-Sensor“, wird der Spurwechsel abgebrochen. Die Weichenzunge wird wieder zurück in Richtung 'Geradeaus' geschaltet. Von dieser Regel gibt es allerdings eine Ausnahme: Wenn das in der Skizze blau dargestellte Fahrzeug sich der Weichenzunge schon bis auf ca. 5cm angenähert hat, wird die Weichenzunge nicht mehr bewegt. Dadurch wird verhindert, dass der Schleifer mit der Spitze der sich bewegenden Weichenzunge zusammenstößt. Wenn das in der Skizze grün dargestellte Fahrzeug mehr als doppelt so schnell wie das blaue ist, könnte es am Ende des Spurwechsels zu einer Kollision kommen. Im normalen Rennbetrieb ist diese Situation höchst unwahrscheinlich.
3. Betriebsmodi „Analog”, „Manuell” und „Manuell mit Antikollision”
Jeder Weiche kann ein eigener Betriebsmodus zugewiesen werden. Dies geschieht mit Hilfe einer kleinen, schwarzen in die Fahrbahn eingelassenen Taste. Durch Drücken der Taste springt der Betriebsmodus jeweils um. Sichtbar wird dies durch das Leuchten der roten LED?s (nur im Modus1 „Analog” leuchtet keine der Lampen).
Modus 1 „Analog“
Die Abbildung zeigt den Modus 1: Keine der LEDs leuchtet, es finden keine Spurwechsel statt. In diesem Modus wird „analog“ gefahren. Jedoch müssen die Fahrzeuge mit dem Fahrzeugchip ausgerüstet sein, weil das Fahrersignal (Gas und Bremse) auch in diesem Modus digital übertragen wird. Neben dem klassischen „analogen“ Rennen kann dieser Modus auch zur gezielten Abschaltung einzelner Weichen genutzt werden. Das kann Sinn machen, wenn im AutomatikModus gefahren werden soll und aufgrund der Streckenführung eine der Weichen keine gute Überholmöglichkeit bieten kann.
Modus 2: „Manuelles Schalten ohne Antikollision“
Der Fahrer entscheidet per Knopfdruck am Regler, ob sein Fahrzeug an der nächsten Weiche die Spur wechseln soll. Dazu muss natürlich ein Schaltknopf am Regler oder separat zur Verfügung stehen und an die Base1 angeschlossen sein. Das gilt für alle Modi, die manuelles Schalten zur Verfügung stellen. Vor jeder Weiche befindet sich ein von der restlichen Litze getrenntes Stück, das wir als „Deadstrip“ bezeichnen. In der Skizze links ist der zu der Weiche auf der mittleren Spur gehörende Deadstrip rot markiert. „Dead“ weil dort das Fahrzeug nicht mit Strom versorgt wird. An dieser Stelle kann die Wagennummer an die Weiche übertragen. Die Weiche ihrerseits bekommt über den Bahnstrom von der Base1 mitgeteilt, ob das auf dem Deadstrip erkannte Fahrzeug die Spur wechseln soll oder nicht.
Ablauf des Spurwechsels: 1. Der Fahrer drückt die Spurwechsel-Taste bevor das Fahrzeug den Deadstrip erreicht hat. 2. Sobald das Fahrzeug den Deadstrip verlassen hat, wird die Weichenzunge in Richtung Spurwechsel geschaltet. Vor dem Umschalten prüft die Weiche über einen Sensor vor der Weiche, ob es ein Fahrzeug zwischen Deadstrip und Weiche gibt, was nicht das Fahrzeug ist, welches den Spurwechsel ausgelöst hat. Falls ein solches Fahrzeug erkannt wird, wird mit dem Umschalten der Weichenzunge gewartet, bis dieses Fahrzeug die Weiche passiert hat. Es ist also nicht möglich, seinen Vordermann auf den Spurwechsel zu zwingen. 3. Sobald das Fahrzeug die Weichenzunge erreicht hat und in Richtung Spurwechsel gelenkt wurde, wird die Weichenzeuge wieder in Richtung geradeaus geschaltet. Die Weiche bleibt nicht, wie bei anderen Systemen, eine konstante Zeit geschaltet. Es ist also auch nicht möglich seinen Nachfolger auf den Spurwechsel zu zwingen.
Modus 3: „Manuelles Schalten mit Antikollision“
Der Fahrer entscheidet selbst per Knopfdruck am Regler, ob sein Fahrzeug an der nächsten Weiche die Spur wechseln soll. Das Antikollisionssystem sorgt dabei für einen unfallfreien Ablauf. Die Funktion ist identisch mit dem Modus 2, der Unterschied besteht im zugeschalteten Antikollisionssystem. Die Weiche prüft über Sensoren in der Nachbarspur, ob diese frei ist und lässt auch nur dann einen Spurwechsel zu. Die beiden Beispiel-Skizzen zeigen was passiert: Links fährt ein Fahrzeug alleine auf die Weiche zu und der Fahrer löst den Spurwechsel aus. Wie im Modus 2 wird das Fahrzeug in den Spurwechsel gelenkt. Fährt auf der anderen Spur ein zweites Fahrzeug parallel auf die Weiche zu, erkennt das Antikollisionssystem die Situation und schaltet die Weiche nicht, obwohl der Fahrer den Befehl zum Spurwechsel gegeben hat.
4. Wie funktioniert das automatische Überholen?
Automatisches Überholen ist dem analogen Fahren sehr nah verwandt. Der Fahrer kann sich voll auf das Renngeschehen konzentrieren und braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, wann er mit welcher Weiche die Spur wechseln will.
Diese oftmals sehr zeitkritische Aufgabe übernehmen die Weichen selbst. Automatisches Überholen (Weichenschalten) ist fair und berechenbar. Alle Fahrzeuge werden auf die als „Ideallinie“ definierte Mittellinie gelenkt. Hier hat jeder die gleiche Spurlänge und die gleichen Kurvenradien.
Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Weichensituationen:
Weichentyp 1: Überholen
An diesen Weichen wird zum Überholen angesetzt. Zwei ausreichend eng aufeinander folgende Fahrzeuge (Abstand ca. eine Wagenlänge) werden hier getrennt. Das erste fährt geradeaus, das zweite wechselt auf eine der äußeren Spuren, um einen Überholversuch starten zu können (d).
Weichentyp 2: Zurück auf die Idealline
Hier wird nach abgeschlossenem Überholvorgang automatisch wieder zurück auf die Mittellinie gelenkt, sofern diese denn auch frei ist. Auch hier werden aufeinander folgende Fahrzeuge getrennt. Das erste Fahrzeug fährt zurück auf die Mittelline, das zweite bleibt auf der äußeren Spur (c).
Beispiele
(a) Ein Fahrzeug fährt alleine auf einer äußeren Spur auf eine Weiche zu. Es wird auf die Mittellinie gelenkt.
(b) Ein Fahrzeug fährt alleine auf der mittleren Spur auf eine Weiche zu. Es bleibt auf der Mittellinie.
(c) Zwei Fahrzeuge fahren hintereinander auf einer äußeren Spur auf eine Weiche zu. Das erste Fahrzeug darf zurück auf die Mittellinie, das zweite kann auf der äußeren Spur überholen.
(d) Zwei Fahrzeuge fahren hintereinander auf der Mittellinie auf eine Weiche zu. Das erste bleibt auf der Mittellinie, das zweite wird nach außen gelenkt und kann überholen.
Es gilt immer: Das erste Fahrzeug wird auf die Mittellinie gelenkt, das zweite auf eine der äußeren Spuren zum Überholen.
5. Modus vier: „Automatisches Überholen mit Antikollision“
Die mittlere der drei Spuren ist als Ideallinie definiert. Auf ihr bewegen sich die Fahrzeuge überwiegend. Nur zum Überholen scheren sie automatisch aus. In der Beispiel-Skizze links kommen drei Fahrzeuge hintereinander auf die Weiche zu. Das Rote kann geradeaus durchfahren, es ist das erste Fahrzeug und wird daher nicht von der Mittellinie herunter gelenkt. Das grüne Fahrzeug wird auf den Spurwechsel gelenkt und bekommt damit die Möglichkeit, zu Überholen. Der Blaue fährt dem Roten hinterher und hat damit die Möglichkeit, den Grünen zu überholen.
Unabhängig davon, ob die Weiche nun auf die Mittellinie führt oder davon weg, gilt, dass das erste Fahrzeug auf die Mittellinie gelenkt wird und die nachfolgenden wie ein sich öffnender Reißverschluss auseinander sortiert werden.
In dieser Einstellung bietet jede Weiche eine Möglichkeit, den Vordermann zu überholen. Gerade wenn mit vielen Fahrzeugen gefahren wird, ist dies empfehlenswert. Auch in diesem Modus ist das Antikollisionssystem aktiv. Fahren zwei Fahrzeuge parallel auf das Modul, wird keines von ihnen die Spur wechseln.
Modus 4b: „Nur auf Ideallinie“
Alle Fahrzeuge werden auf die Mittellinie gelenkt. Es wird aber kein Überholmanöver gestartet. Solange die Mittellinie frei ist, wird jedes Fahrzeug auf den Spurwechsel gelenkt. Sollte sich auf der Mittellinie ein Fahrzeug befinden, verhindert das Antikollisionssystem den Spurwechsel. Wie in der Abbildung gezeigt, werden auch Fahrzeuge, die eng aufeinander folgen, auf den Spurwechsel gelenkt. Ein Überholen ist an dieser Stelle also nicht möglich. Einzige Ausnahme: falls ein weiteres Fahrzeug auf der Mittellinie in die Weichensituation einfährt, blockiert das Antikollisionssystem den Spurwechsel, ein nachfolgendes Fahrzeug würde also auf der äußeren Spur bleiben und könnte überholen. Dieser Betriebsmodus ist für die in der Zeichnung links dargestellte Weiche zum Beispiel zu empfehlen, wenn nach dem Weichenmodul eine Rechtskurve folgt. In diesem Fall wäre die linke Spur wesentlich länger als die mittlere, was das Überholen an dieser Stelle erschwert. Der Modus 4a lässt sich nur auf Weichentyp 1, also außen und innen, aktivieren.
6. Modus fünf: „Manuelles und automatisches Überholen kombiniert mit Antikollision“
Ohne Eingreifen der Fahrer ist der Automatik-Modus 4a in Betrieb. Per Knopfdruck können sie aber die automatische Schaltung aussetzen und einen manuellen Spurwechsel auslösen.
Anders erklärt: Solange der Fahrer nicht die Spurwechseltaste betätigt, schaltet die Weiche genau wie bei der automatischen Schaltung. In der Skizze fährt ein einzelnes Fahrzeug auf die Weiche zu. Da es schon auf der Mittellinie ist, und auch kein weiteres zu überholendes Fahrzeug voraus fährt, wird die Automatik-Funktion die Weiche nicht schalten und das Fahrzeug fährt geradeaus durch. Drückt der Fahrer aber rechtzeitig vor der Weiche, also bevor das Fahrzeug den Deadstrip (rot markiert) erreicht, die Spurwechseltaste an seinem Regler, wird das Fahrzeug wie im manuellen Betrieb die Spur wechseln. Es ist also zum Beispiel möglich, einen Überholvorgang schon zu starten, obwohl man noch weit hinter seinem Vordermann ist.
Wie in allen Betriebsmodi mit automatischer Weichenschaltung ist auch hier das Antikollisionssystem aktiv. Es ist also nicht möglich, die Spur per Knopfdruck zu wechseln, wenn dadurch ein Unfall verursacht werden könnte.
7. Modus sechs: „Automatisches Überholen mit manueller Unterdrückung“
Das automatische Überholen (Modus 4) ist in Betrieb. Zusätzlich kann per Knopfdruck ein automatischer Spurwechsel unterdrückt werden. Die Weiche arbeitet also genau wie im Automatik-Betrieb. In der Skizze fährt ein Fahrzeug auf die Weiche der äußeren Spur zu. Unternimmt der Fahrer nichts, wird das Fahrzeug auf die Mittellinie gelenkt. Drückt der Fahrer aber rechtzeitig vor dem Deadstrip die Spurwechseltaste, wird die automatische Weichenschaltung unterbunden. Es kann also in dem Beispiel der Skizze weiter geradeaus fahren.
Dieser Modus kann zum Beispiel verwendet werden, wenn die Weiche sich an einer Stelle in der Streckenführung befindet, an der ein Überholmanöver nur bedingt sinnvoll ist. Der Fahrer kann dann selbst entscheiden, ob er den von der Automatik vorgesehenen Spurwechsel will oder nicht.
Ein anderes Beispiel ist die Verwendung zweier Weichen direkt hintereinander, so wie es auf dem 301d-Modul der Fall ist. Fahren mehrere Fahrzeuge eng hintereinander auf der Mittellinie wird die Automatik schon an der ersten Weiche damit beginnen, die nachfolgenden Fahrzeuge zu trennen. Will man aber aufgrund der Streckenführung nicht an der ersten sondern erst an der zweiten Weiche den Überholvorgang starten, kann man in diesem Betriebsmodus den Spurwechsel an der ersten Weiche unterdrücken und sich dann an der zweiten von der Automatik auf die Überholspur lenken lassen.
8. Digitale Module und ihre Kompatibilität
Die Weichenmodule
Die Weichenmodule sind der Länge nach geteilt. Das hat zwei Vorteile: Erstens kann dadurch die Fahrtrichtung geändert werden (dazu muss nur die Weichenhälfte kurz ausgebaut und gedreht werden). Zweitens kann aus den gewünschten Hälften besser das Gesamtmodul passend zu den Bedürfnissen konfiguriert werden.
Es sind zwei Weichenmodule erhältlich. Diese können sowohl miteinander als auch mit den zwei erhältlichen analogen Hälften kombiniert werden. Die Hälften im einzelnen:
- 301dZ: Vier Weichen, Betriebsmodus jeweils einzeln schaltbar, Stromeinspeisung an beiden Seiten eingebaut, Zeitnahmesensoren auf allen drei Spuren, Zeitnahme-Anschluss ebenfalls an beiden Seiten, 170 x 42,5 cm, dieses Modul ist wegen der Zeitnahme sicher der Start jeder digitalen Bahn
- 301d: wie vor mit beidseitiger Stromeinspeisung jedoch ohne Zeitmessung, dieses Modul ist für eine zweite und weitere Weichensituationen einzusetzen
- 301h: durchgehende Gerade, 170 x 42,5 cm
- 304h: schnelle Schikane, 170 x 42,5 cm
Empfehlung: Nach den bisherigen Erfahrungen genügt bis zu einer Bahngröße von etwa fünf bis sechs Modulen eine Weichenhälfte mit vier Weichen. Bei grösseren Bahnen sollte etwa in der Mitte der Strecke eine weitere Überholmöglichkeit eingebaut werden.
Kompatibilität zu den anderen 300-Modulen
Grundsätzlich sind die Digitalmodule zu allen anderen Bahnmodulen kompatibel. Allerdings sind einige Module nicht empfehlenswert, weil es wegen Verengungen zwischen beiden Spursträngen zu Kollisionen im Gegenverkehr kommen kann. Im Digitalbetrieb sollten daher nicht verwendet werden: 303, 307/308 und 313 /314.
Einen Sonderfall bildet die 90 Grad-Kurve 305 und 306. In der alten Form (wie sie auch noch im Baukasten zu sehen ist), ist der Abstand zwischen den Strängen zu eng. In der neuen, seit längerem verwendeten Form, kann sie eingesetzt werden. Gleiches gilt für die Module 315 und 316, sie gibt es in einer neuen Version mit einem leichten Schwenk der Geraden.
Vorhandene Anschlussmodule
können als normale Rennmodule auch bei digitalen Rennen in der Bahn verbleiben. Der Strom wird im Digitalmodul eingespeist. Zusätzlich könnte über ein vorhandenes analoges Anschlussmodul eine weitere Stromeinspeisung erfolgen. Soll analog ohne Chip gefahren werden, muss das Digitalmodul ausgebaut werden, da es alle drei Spuren untereinander verbindet.
Bilder der 300 Digitalmodule
Rechts das Weichenmodul 301dZ mit Zeitmessung, links eine 301h. Durch die Längsteilung sind verschiedene Kombinationen und die Änderung der Fahrtrichtung möglich.
Rechts die Rückseite eines Digitalmoduls. Die Unterseite mit der Elektronik wird durch transparente Kunsstoffabdeckungen geschützt (spiegeln leider im Foto etwas).
Links sind die drei Ausgänge der Zeitmessung zu erkennen, rechts die Stromeinspeisung. Auf der anderen Seite befinden sich die gleichen Anschlüsse. Dadurch kann das Modul zur Umkehrung der Fahrtrichtung gedreht werden.
9. Einsatz von Ghostcars
Auch ohne Fahrer kann viel Verkehr auf einer digitalen Slotfire erzeugt werden. Mit dem „Ghostcarmaker”, einem regelbaren Widerstand, können bis zu acht Fahrzeuge ohne das Dazutun von Fahrern auf der Bahn unterwegs sein. Mit dem regelbaren Widerstand kann die Geschwindigkeit auf die engste Kurve abgestimmt werden. Rüstet man die Ghostcars obendrein mit Magnet aus und fährt selbst ohne, werden die Ghosts zu passablen Gegnern. Interessant ist deren Einsatz besonders bei den Modi mit Automatischem Überholen.
10. Die Anschlüsse und Tasten der Base1
11. Die technischen Daten der Base1
Die Steuerbox steuert zusammen mit dem Fahrzeugdecoder die Fahrzeuge: Unabhängig von der Spur, auf der sie sich befinden, werden sie entsprechend der Handreglerbetätigung der Fahrer beschleunigt oder gebremst und bei manuellen Spurwechselbefehlen auf eine andere Spur gelenkt.
Die technischen Daten der Base1:
Bis zu acht Fahrzeuge werden unabhängig voneinander auf einer Spur gesteuert.
Die Fahrzeuge bekommen ihre Wagennummer mit einem Tastendruck zugewiesen
Für 1/32 und 1/24 Fahrzeuge
Bis zu 3A pro Fahrzeug
Betriebsspannung frei regelbar zwischen 10V bis 20V
Integrierter Kurzschluss-Schutz
Manuelle und automatische Weichenschaltung zusammen mit Slottronic Switch1
Integrierte Zeitmessung mit USB-Schnittstelle und Software Rennbahnmanager (bekannt von Bepfe/Titus)
Anschluss für Startampel
Chaos-Taste intern und zusätzlich extern zum schnellen Abschalten der Bahn bei Unfällen
12. Die Regler
Mit dem Slottronic-System können alle analogen (keine elektronischen) Regler beispielsweise von Parma, MB Slot und Fly Racing eingesetzt werden. Für analoge Rennen und für den Modus des Automatischen Überholens ist kein zusätzlicher Umbau notwendig. Erst wenn auch die manuellen Modi eingesetzt werden sollen, muss den Fahrern ein Schalter bereit gestellt werden. Dieser kann direkt im Regler verbaut (was wir empfehlen) oder als Fußschalter ausgeführt werden. Die Umrüstung eines Reglers für das manuelle Weichenwechseln ist recht einfach. An der schmalen Stirnseite wird ein zusätzliches Loch gebohrt, in die der Taster eingelassen wird. Ein Kabel wird an den Pluspol des Widerstands gelötet, ein zweites Kabel dann vom Taster heraus aus dem Regler geführt und mit dem vierten Bananenstecker versehen, der an der Anschlußbox bzw. dem Fahrerstand angeschlossen wird. Wahlweise können wir die notwendigen Teile benennen, liefern oder auch direkt in Regler einbauen.
13. Die Drosselbox
Das Slottronic System kann als einziges Digitalsystem weltweit mit Spannungen zwischen 10 bis 20 Volt betrieben werden. Da setzen wir nun noch eins drauf. 10 Volt können für 1:32er je nach Fahrer durchaus noch zu viel sein. Sind Kinder oder unerfahrene Fahrer am Start, können schon 6 bis 8 Volt ausreichen. Was besonders die Eventveranstalter unter unseren Kunden erfreuen wird: Mit unseren neuen Drosselboxen können die Autos so weit herunter geregelt werden, dass sie aus keiner Kurve mehr heraus fliegen. Und zwar für jeden Fahrer einzeln! So lassen sich natürlich auch Autos untereinander angleichen. Und noch ein Plus für Komfort und Technik: Ohne Regler steuert die Drosselbox direkt auch das Tempo der Ghostcars.
Hier die Base1 im Rack, das direkt an die Bahn gehangen wird.